Feine Fotografien von Bremerhaven
Die Fotografen Ilona Weinhold-Wackernah und Adrian Wackernah.
Es begann 1990…
Damals eröffneten Ilona und ich einen kleinen Laden in Bremerhaven Lehe. In der Rickmersstraße war neben dem Spirituosengeschäft Lorenzen einer leer. Ich glaube, es waren weniger als 25 qm, die uns zur Verfügung standen. Aber dadurch eben auch günstig.
Ein bisschen Grafik, Fotokopien und selbstgemachte Karten sicherten unser Einkommen. Ein kleines Schaufenster half uns, unsere Produkte zu präsentieren.
Wir entdeckten unsere Leidenschaft für die Fotografie neu. Ilona hatte ihr Studium gerade abgeschlossen, als wir uns kennenlernten. Diplom Fotodesignerin durfte sie sich nun nennen.
Umzug 2000 nach Bremerhaven Wulsdorf
In den folgenden Jahren widmeten wir uns dann auch dem Druck. Auf Leinwand und feinen Fotopapieren sollten die Fotografien gedruckt sein. Natürlich selbst gedruckt.
In Bremerhaven fanden wir naheliegend die meisten Motive. Ilona widmete sich im nun eingerichteten Studio ihrer Stilllebenfotografie. Es entstanden Foto-Editionen. Ich ermunterte sie, diese doch mal auszustellen.
2003 die erste Fotoausstellung
Ilona hatte in den Jahren 1998 bis 2003 ihre erste Edition zusammen. Muschelträume nannte sie die Serie. Im Forum Fischereihafen gab es einen Galeriebereich, wo mit einer Vernissage die Edition der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Die Edition wurden in den folgenden Jahren ganz oft ausgestellt. In Wyk auf Föhr, auf Helgoland im Rathaus, in Loxstedt.
Unser erster Onlineshop für Bildbestellungen
2007 bauten wir uns mit damals möglichen Softwares einen Onlineshop, wo Kunden eigene Fotos hochladen und für den Druck bestellen konnten. Die Nachfrage war riesig, zumal es nur wenige Mitbewerber gab.
Bis 2010 holten täglich sowohl UPS als auch DHL mehrere fertige Bestellungen bei mir ab. Es lohnte sich, trieb mich aber auch an meine Grenzen. Mehr war als Einmannbetrieb einfach nicht zu schaffen.
Drucken, rahmen und für den Versand verpacken nahmen sehr viel Zeit in Anspruch.
Dann wurde Ilona sehr krank. Um sie musste ich mich sehr viel mehr kümmern. Den Onlineshop fuhren wir herunter, informierten unsere Kunden über längere Bearbeitungszeiten.
Es dauerte nicht lange und fast alle Kunden hatten sich andere Dienstleister gesucht. 🙁
Die Galerie
Im Frühjahr 2016 entdeckten wir ein leerstehendes Ladengeschäft in Geestemünde. Dort eröffneten wir das Atelier An der Mühle. Unsere eigenen Fotografien standen im Mittelpunkt, die wir auf Staffeleien im Schaufenster ausstellten.
Corona
In der Coronazeit 2020 und 2021 besannen wir uns. Viel Zeit neue Ideen zu entwickeln. Und so kam es, das wir die Sublimation für uns entdeckten.
Bislang druckten wir unsere Bilder mit hochwertigen Fineart-Inkjetdruckern. Direkt auf Papier und Leinwand.
Bei der Sublimation drucken wir auch auf Papier, allerdings ist das ein bis zu 200° hitzebeständiges Papier und die Drucke sehen meist recht komisch aus. So ganz anders, als unsere bisherigen.
Das Papier trägt also das Bild, welches dann mittels Wärme auf Festkörper übertragen wird. Der Druck ist nur ein Zwischenschritt. Erst nach der Sublimation sieht das Bild so aus, wie auf unseren Fineartdrucken.
Und dann kam noch ein Schneideplotter dazu, mit ich Karten aller Art mir erstellte. Auch Fensterbilder schuf ich damit. Komisch, aus was man so alles kommt, wenn man zu viel Zeit hat. 🙂
Bremerhaven Souvenirs
Selbst Kaffeepötte mit unseren Fotografien zu bedrucken gefiel mir. So kam es zu unseren Souvenirs. Eine Webseite mit Onlineshop war schnell erstellt.
Die allerersten Souvenirs ließ ich noch bei einem Dienstleister bedrucken. Qualität und Preis waren OK. Die Druckfarben gefielen mir aber nicht. Und außerdem musste ich pro Motiv wenigstens 10 Stück abnehmen, um auf einen akzeptablen Preis zu kommen.
Ich wollte aber auch experimentieren. Mal ein Motiv drucken und schauen, wie es wirkt. So kam es zu einem eigenen Sublimationsdrucker und eine Heißpresse für Tassen.
Natürlich entstand beim Herumprobieren auch viel Ausschuß.
Doch es machte verdammt viel Spaß. Ruckzuck waren alle Verwandten, Freunde und Bekannten Opfern für solche kleinen Geschenke.
Mit der Zeit kamen andere Rohlinge dazu: Wanduhren, Glasschneidebretter, Aufstellbilderrahmen, Untersetzer für Gläser – alle aus Glas. Dann entdeckte ich wunderschöne Alubildplatten. In Hochglanz machten Fotografien echt was her.
Es ist bis heute eine Zeit des Ausprobierens und Entdeckens geblieben und mir macht es nachwievor riesigen Spaß. 🙂